Re: Mainstreamgelaber zu HPV


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Geschrieben von VaxxNo am 08. Juni 2005 17:37:59:

Als Antwort auf: Re: Menschenversuche geschrieben von Hans am 07. Juni 2005 17:00:01:

Soll ich den auch zusammenfassen??? :-)).

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Mit Impfstoff gegen HPV?

Von Sabine Littkemann

Jährlich erkranken rund 6600 Frauen in Deutschland an einem Gebärmutterhalskrebs oder Zervixkarzinom, rund 2000 Frauen sterben daran. Damit liegt Deutschland mit Österreich europaweit im oberen Drittel der Erkrankungshäufigkeit. Als Hauptursache für den Krebs gilt das so genannte humane Papillomavirus (HPV), ein winziger Erreger. Nach Ansicht von Experten wäre Gebärmutterhalskrebs vermeidbar. „Mit den heutigen diagnostischen Möglichkeiten müsste die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen eigentlich dramatisch sinken“, erklärte der Mediziner Klaus-Ulrich Petry vom Klinikum der Stadt Wolfsburg und Tagungsleiter der HPV-Tagung 2005 in Hannover. Zahlreiche Experten aus dem In- und Ausland diskutierten in der Leinestadt neue Entwicklungen bei der Prävention, Diagnostik und Therapie sexuell übertragbarer Krankheiten.
Papillomaviren, besser als Warzenviren bekannt, sind weit verbreitet und können unter anderem Hautwarzen und genitale Warzen verursachen. Es gibt mehr als 100 verschiedene genetische HPV-Typen, viele davon gelten als harmlos. Im Genitalbereich werden Papillomaviren meist durch Geschlechtsverkehr übertragen – fast jede zweite Frau infiziert sich im Laufe ihres Lebens. Die Infektion mit HPV ist jedoch in den meisten Fällen vorübergehender Natur und heilt innerhalb von acht bis vierzehn Monaten aus. Kritisch wird es allerdings, wenn eine Frau sich mit einem Hochrisiko-HPV-Typ angesteckt hat und die Infektion nach 18 Monaten noch nicht verschwunden ist. Rund zwei Prozent aller Frauen entwickeln eine solche bleibende HPV-Infektion. „Dann erhöht sich das Risiko, irgendwann an einem Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, drastisch“, erklärte Prof. Lutz Gissmann vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. Bereits vor 25 Jahren entdeckten deutsche Forscher um den Mediziner Prof. Harald zur Hausen den Zusammenhang zwischen Gebärmutterhalskrebs und der Infektion mit den Risikotypen des Papillomavirus, zu denen vor allem die Typen 16 und 18 zählen.
„Über ein Viertel der Frauen mit einer bleibenden HPV-Infektion entwickeln zumindest Krebsvorstufen, einige später auch einen bösartiger Tumor“, erklärte Petry. Allerdings dauere es von einer HPV-Infektion bis zum Karzinom mindestens sieben Jahre, meist noch länger. Mit modernen HPV-Tests könne man die langjährigen Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses sicher diagnostizieren und das betroffene Gewebe rechtzeitig schonend entfernen. „Das ist keine bloße Krebsfrüherkennung, das ist echte Krebsverhinderung“, betonte Petry. Keine Frau müsse sich deshalb vor der Entdeckung von Krebsvorstufen fürchten.
Der Chefarzt der Wolfsburger Frauenklinik hält aber auch den älteren „PAP-Test“, bislang die gängige Früherkennungsmethode, für unverzichtbar. Für den PAP-Test entnimmt der Frauenarzt einen Zellabstrich am Gebärmutterhals, der auf krebsverdächtige Zellveränderungen untersucht wird. Seit der Einführung des PAP-Abstriches zur Krebsfrüherkennung 1971 ist die Neuerkrankungs- und Sterblichkeitsrate an Gebärmutterhalskrebs weltweit drastisch gesunken.
Die Treffsicherheit des PAP-Abstrichs liegt allerdings nur zwischen 50 und 80 Prozent, was zur Folge hat, dass es einerseits häufig zu falsch positiven Befunden kommt, andererseits zunächst harmlose Krebsstufen unentdeckt bleiben können. Der moderne HPV-Test liefert dagegen neueren Studien zufolge Ergebnisse mit einer Treffsicherheit von 98 Prozent. Eine Kombination von Virentest und Zellabstrich wird deshalb von vielen Experten favorisiert. „Dann liegt die Sicherheit praktisch bei 100 Prozent“, erklärt Petry. Damit ließen sich auch die Vorsorgeintervalle für Gebärmutterhalskrebs verlängern. „Alle drei Jahre einen PAP-Abstrich und alle fünf Jahre ein HPV-Test - das bedeutet weniger falsche Befunde als heute, während man gleichzeitig mehr Frauen vor Krebs bewahren kann“, glaubt Petry. Zur Zeit wird in Deutschland ein PAP-Abstrich pro Jahr bei Frauen ab 20 Jahren empfohlen und von Krankenkassen bezahlt. Den Virentest müssen die Patientinnen meist selbst zahlen (50 bis 80 Euro).
In Zukunft können sich Frauen möglicherweise auch gegen die Hochrisiko-HPV-Viren impfen lassen. Noch in diesem Jahr soll ein Vierfach-Impfstoff (gegen die HPV-Typen 6, 11, 16, 18) des US-Unternehmens Merck zugelassen werden. Auch der Konzern GlaxoSmithKline hat einen Zweifach-Impfstoff (gegen HPV 16 und 18) erfolgreich getestet. „Diese Entwicklung ist sehr viel versprechend“, sagte Lutz Gissmann vom DKFZ. Auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen werde man aber auch nach Einführung der Impfstoffe noch nicht verzichten können.

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Bin gespannt auf die Typen 3, 5, 8 1/2, 17, 22, 23 Zusatzzahl: 13
Superzahl: 4

VG




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